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Startseite > Klettern

'''Klettern''' ist eine Fortbewegungsart, die heutzutage hauptsächlich als Sport und Freizeitbeschäftigung am Fels oder in der Halle in unterschiedlichen Varianten betrieben wird. Zumeist werden dabei bestimmte Kletterrouten durchklettert. Üblicherweise wird der Kletternde von seinem Kletterpartner mit einem Seil gegen Absturz gesichert.

Geschichte

Anfänge des Kletterns

Klettern ist eine vom Menschen seit jeher angewandte Fortbewegungsart. Dabei wurden auch immer schon Felsen bestiegen, sei es aus kulturellen Gründen (zum Beispiel als .

Beginn des Freikletterns

Als Geburtsstunde des sportlich motivierten Kletterns gilt die Besteigung des Falkensteins in der durch Schandauer Turner im Jahr 1864. Ab etwa 1890 entwickelte sich in der Sächsischen Schweiz das Freiklettern, bei dem versucht wird, auf künstliche Hilfsmittel zur Fortbewegung beim Klettern gänzlich zu verzichten (siehe dazu auch die ). Außerhalb Sachsens fand diese Art des Kletterns vorerst aber nur vereinzelt Beachtung.

Etwa zeitgleich wurde das erste Mal aus sportlichen Gründen gebouldert. Im Lake District in Großbritannien begann Oscar Eckenstein als einer der ersten damit, während in Fontainebleau (Frankreich) sogenannte ''Bleausards'' die dort im Wald liegenden Sandsteinblöcke bestiegen. Vorerst wurde das Bouldern vor allem als Training für alpine Unternehmungen betrachtet und entwickelte sich erst in den folgenden Jahrzehnten zu einem eigenständigen Betätigungsfeld.

Technische Epoche

Das zu klettern. Mitte der siebziger Jahre begannen einige Alpinisten das technische Direttissima-Klettern als Sackgasse und ?Mord am Unmöglichen? zu kritisieren.

Renaissance des Freikletterns

In den 1950er Jahren prägte John Gill das Bouldern, machte es als eigenständige Disziplin populär, entwickelte zahlreiche neue Klettertechniken und führte Magnesia als Hilfsmittel ein.

Durch die steigende Leistungsorientierung entstand dann Ende der 1960er und Anfang 1970er auf Basis des Freiklettergedankens insbesondere in den USA das mehr als 400.000 aktive Kletterer.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte am 3. August 2016 beschlossen, dass das Klettern ins olympische Programm aufgenommen wird.

Varianten des Kletterns

Die Übergänge zwischen den einzelnen Varianten des Kletterns sind fließend, oft lassen sie sich nicht klar voneinander abgrenzen.
Zu unterscheiden ist das sportlich orientierte Klettern von Kletterarten, die nur dem Erreichen von unzugänglichen Orten dienen sowie von berufsmäßigen Tätigkeiten.

Alpinklettern

Beim Alpinklettern müssen in der Regel mehrere n hohe oder Pfeiler überwunden werden. Da die Kletterer je nach Erreichbarkeit und Ausmaß der Wand ganz oder teilweise auf sich allein gestellt sind, sind eine sorgfältige Routenplanung und -auswahl sowie Kenntnisse in Standplatzbau, Abseilen und Bergungstechniken erforderlich. Auch wenn das Alpinklettern dem Freiklettern zuzuordnen ist, kann es nötig sein, technische Kletterei anzuwenden, um an Stellen, für die der Kletterer keine frei kletterbare Lösung findet, nicht unnötig Zeit zu verlieren und so die Seilschaft in Gefahr zu bringen.

Durch die immer bessere Ausrüstung und den gestiegenen Leistungsstand der Kletterer hält der Sportgedanke inzwischen auch im Alpinklettern Einzug, was sich in der Spielform des sogenannten alpinen Sportkletterns äußert. Hier wird versucht, die Leistungsgrenze auch in alpinen Mehrseillängenrouten immer weiter nach oben zu verschieben.

Technisches Klettern

Beim technischen Klettern wird das Seil und eine Vielzahl von Hilfsmitteln ? bis hin zu Trittleitern und Steigklemmen ? zur Fortbewegung benutzt. Diese Art des Kletterns entstand in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg, erreichte in den 1960er Jahren ihren Höhepunkt und blieb bis in die 1970er und 1980er Jahre sehr populär. Heute wird technische Kletterei nur noch vereinzelt angewendet, meist bei Freikletterversuchen zum Überwinden von anders nicht kletterbaren Stellen.

Bigwall-Klettern

Das Bigwall-Klettern ist das Beklettern sehr hoher Felswände wie z. B. denen im Yosemite Valley in den USA, im Nationalpark Paklenica in Kroatien, in Norwegen oder in Pakistan.
In der Regel werden Bigwalls zum großen Teil technisch durchgeführt. Auch wenn die gestiegenen Leistungen der Spitzenkletterer dazu geführt haben, dass einige der ehemaligen Techno-Linien im Yosemite mittlerweile frei geklettert werden konnten, so ist aufgrund der Kompaktheit des Felsens ? meistens Granit ? die freie Begehung für die meisten Aspiranten eine Utopie. Da das technische Klettern sehr viel zeitaufwändiger als eine freie Begehung ist und zudem eine Unmenge an Material erfordert, kann es erforderlich sein, Lebensmittel und Übernachtungsmaterial mitzunehmen, um in der Wand übernachten zu können.

Freiklettern

Beim Freiklettern (engl. Free Climbing) dürfen zur Fortbewegung nur der Fels und der eigene Körper genutzt werden. Seil und technische Hilfsmittel dienen lediglich zur Sicherung gegen Absturz, nicht aber der Fortbewegung (der Begriff beschreibt also ''nicht'', wie oft angenommen, das Klettern ohne Sicherung, das man in diesem Zusammenhang als ''free solo'' bezeichnet). Dabei sind die Kletterrouten in der Regel mit Felshaken ausgestattet oder müssen selbst mit Haken, Klemmkeilen, Friends oder Bandschlingen abgesichert werden.

Diese Art des Kletterns wurde schon seit Ende des 19. Jahrhunderts u. a. in der und auch in den Ostalpen praktiziert. Herausragende Vertreter waren hier und Rudolf Fehrmann. Letzterer definierte für das Elbsandsteingebirge erstmals fest definierte Regeln. In Europa geriet das Freiklettern vor allem im Alpenraum mit dem aufkommenden Technischen Klettern ins Hintertreffen und wurde erst in den 1970er und 1980er Jahren von den westeuropäischen Kletterern wiederentdeckt, die es in der Sächsischen Schweiz und den USA abgeschaut hatten. Es ist heute die populärste Form des Kletterns.

Im Freiklettern lassen sich verschiedene Varianten unterscheiden:

Sportklettern

Das Sportklettern ist eine Variante des Freikletterns, bei der der sportliche Aspekt im Vordergrund steht. Sportkletterrouten sind meist mit zahlreichen fest angebrachten Sicherungspunkten abgesichert, um das Risiko bei einem Sturz zu minimieren. Sportklettern wird sowohl an künstlichen Anlagen (Kletterhallen) wie auch an natürlichen Felsen, in so genannten , betrieben. Die Athleten können sich in regionalen, nationalen und internationalen messen, die meist an Kunstwänden durchgeführt werden.

Hallenklettern

Mit der stark zunehmenden Verbreitung von Kletterhallen in kommerzieller oder vereinsbetriebener Hand (v. a. DAV) hat sich das Hallenklettern als sportliche Betätigung für viele Kletterer etabliert. Ein zunehmender Teil von Kletterern sieht das Klettern in der Halle als reine Ausgleichssportart an. Hallenklettern ist witterungsunabhängig und bietet einen komfortablen Zugang zum Klettern. Insbesondere nutzen auch viele schulische Einrichtungen Kletterhallen, um einen abwechslungsreichen und sicheren Sportunterricht bieten zu können. Das Hallenklettern ermöglicht die Kletterarten Bouldern, Toprope und Vorstieg.
Durch das Hallenklettern ist das Leistungsniveau in Kletterwettkämpfen in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Aufgrund intensiver Jugendarbeit und altersgerechtem Training ist die Leistungsspitze beim Klettern schon in sehr jungen Jahren zu erreichen. Das Hallenklettern hat dem Klettersport damit neue Bereiche geöffnet.

Bouldern

Bouldern ist das Klettern an Felsblöcken (engl.: Boulder) in Absprunghöhe. Beim Bouldern liegt der Schwerpunkt in der Regel bei kürzeren (nicht so hohen), nur wenige Züge langen sogenannten ?(Boulder-)Problemen?, die teilweise schwierige, selbst innerhalb des Kletterns ungewöhnliche Bewegungsabläufe erfordern. Eine Seilsicherung ist hierzu nicht notwendig, zur Dämpfung von Stürzen werden Crashpad genannte Matten verwendet. Zusätzlich zu Crashpads kann die Hilfestellung eines oder mehrerer Sicherungspartner, Spotter genannt, nötig sein. Der Spotter soll den Kletternden ''nicht'' auffangen, sondern lediglich sicherstellen, dass er sicher auf dem Crashpad landet und sich bei steinigem Gelände nicht verletzt. Bei stark überhängenden Bouldern sorgt der Spotter dafür, dass der Kletterer im Sturzfall mit den Füßen voran auf dem Crashpad landet. Es kann sowohl an Naturfelsen als auch an Kunstwänden gebouldert werden, außerdem ist Bouldern eine Disziplin des Wettkampfkletterns.

Buildering/Gebäudeklettern

Aus dem Sportklettern, insbesondere aus dem Bouldern, entwickelte sich mittlerweile eine neue Unterart, das Gebäudeklettern (engl. ''buildering''). Es findet ? nicht selten illegal ? an Fassaden und architektonischen Monumenten statt. Bekanntester Vertreter dieser Art zu Klettern ist der Franzose Alain Robert, der zudem in der Regel auch Free Solo klettert.

Eine andere Art von Buildering stellt das legale, abgesicherte Klettern an zu Kletteranlagen umgewidmeten Gebäuden dar, wie dies zum Beispiel an einem ehemaligen Luftschutzbunker in Berlin praktiziert wird.

Speedklettern

Beim Speedklettern geht es darum, in möglichst kurzer Zeit eine Route zu klettern. Dies wird sowohl am Fels (in freier oder technischer Kletterei) wie auch an künstlichen Wänden (meist in Form von Wettkämpfen) durchgeführt.

Free Solo

Beim Free Solo (englisch für ''freies Solo'') wird auf alle Formen von Hilfs- und Sicherungsmitteln verzichtet. Dabei führt ein einzelner Fehler meist zum Absturz, weswegen diese Art des Kletterns häufig als die gefährlichste und spektakulärste angesehen wird.

Deep Water Soloing

Deep-Water-Soloing (DWS), auch Psicobloc, ist ungesichertes Klettern über tiefem Wasser. Im Falle eines Sturzes wird der Kletterer vom Wasser aufgefangen.

Klettern in besonderem Gelände

Klettersteig-Gehen

Klettersteige sind mit fest angebrachten Sicherungsmitteln wie Leitern und Stahlseilen gesicherte Steige oder Kletterrouten. Der Kletterer ist durch eine Sicherheitsvorrichtung ? dem Klettersteigset ? mit dem Stahlseil oder der Leiter verbunden. Je nach Schwierigkeitsgrad wird der Kontakt mit dem Felsen häufig durch künstliche Tritte und Leitern ersetzt. Es werden also technische Hilfsmittel zur Fortbewegung verwendet.

Eisklettern und Mixed-Klettern

Eisklettern ist das Klettern an Eisformationen wie zum Beispiel gefrorenen Wasserfällen und Eiszapfen. Die Kletterer verwenden Steigeisen und Eisgeräte (spezielle Eispickel), um am Eis zu klettern und Zwischensicherungen in Form von Eisschrauben anzubringen. Da im Zustieg oder im Verlauf einer Route auch unvereiste (Fels-)Stellen auftreten können entwickelte sich das Mixed-Klettern als Spezialform des Eiskletterns.

Höhlenklettern

Der Begriff ''Höhlenklettern'' wird umgangssprachlich für die Fortbewegung in einer Höhle verwendet und ist kein definierter Kletterstil. Es kann sich dabei einfach nur um Gehen und Schlufen handeln. Genauso können einfache Stellen frei geklettert werden oder es kommen Strick- und Aluleitern zum Einsatz. Zum Befahren von Schächten wird die Einseiltechnik verwendet.

Rettungsklettern

Eine Sonderform des technischen Kletterns ist das im Rahmen der Bergrettung trainierte Klettern, das ein hochgerüstetes Repertoire an zusätzlicher Technik erfordert, um neben der Selbstsicherung auch noch Bergungen durchführen zu können. Heute ist die Kombination aus klettertechnischem Zugang zur Unfallstelle und Hubschrauberunterstützung gang und gäbe, was weitere Spezialisierung in der Technik erfordert.

Unter dieses Thema fällt auch alpinistisches Basiswissen wie die Kameradenbergung bei Verstieg im '', Wikibooks</ref>

Klettern als berufsmäßige Tätigkeit

Zum Erreichen von nicht anders zugänglichen Orten ist in manchen Berufsfeldern die Anwendung von Klettertechniken notwendig ''(Arbeitsplatzpositionierung)''. Diese entwickelten sich aus dem technischen Klettern, vor allem aber aus der Einseiltechnik der , verfügen heute jedoch über ein eigenständiges Repertoire an Techniken, Methoden und Materialien sowie über eine eigene rechtliche Basis in Bezug auf Sicherheit.

So werden bei Reinigungs-, Wartungs- und Montagearbeiten an unzugänglichen Stellen wie Hochhausfassaden en angewendet.

In Forstwirtschaft und Baumpflege werden en genutzt, um Bäume zu pflegen oder zu fällen.

Daneben hat sich auch das "Rettungsklettern" zu einer in diesem zivilisatorischen Umfeld ausgeführten Variante weiterentwickelt, spezielle Gruppen für Rettungseinsätze an Gebäuden gibt es heute auch in Rettungsdiensten wie der Feuerwehr und anderen Rettungsdiensten. Für die Rettungsgewährleistung im gewerblichen Bereich gibt es auch gewerbliche Anbieter der . Die Hauptunfallquelle bei den seltenen schweren Unfällen ist menschliches Versagen, Seilrisse kommen unter normalen Bedingungen im Klettergarten und sachgemäßem Gebrauch seit der Einführung moderner . Dennoch bleibt das Klettern, vor allem das Klettern in alpiner Umgebung, wie alle Bergsportarten eine Sportart mit gewissen Risiken. Gefahren für Leib und Leben können dabei verringert, aber nicht ausgeschlossen werden.

Um das Risiko eines Unfalls zu minimieren, wird dazu geraten, die Sicherheitstechnik sorgfältig zu erlernen und die anerkannten Sicherheitsregeln zu beachten.

Verletzungen

Eine britische Studie befasste sich mit der Häufigkeit von Kletterverletzungen:
  • 40 Prozent Fingerverletzungen
  • 16 Prozent Schulterverletzungen
  • 12 Prozent Ellbogenverletzungen
  • 5 Prozent Knieverletzungen
  • 5 Prozent Rückenverletzungen
  • 4 Prozent Handgelenkverletzungen

Schwielen, trockene Haut

Trockene und strapazierte Hände sind ein sehr unangenehmes Problem für Kletterer.
Vom regelmäßigen Kontakt mit Fels und Seil entwickeln Kletterer oft Schwielen an den Händen, die aufreißen und sehr schmerzhaft sein können. Diese Art von Verletzung wird auch als Flapper (englisch) bezeichnet.

Zusätzlich trocknet das verwendete Magnesia die Hände aus.

Es gibt eine Auswahl von Produkten für Kletterer, die Schwielen elastisch halten, die Hände befeuchten und die Erholungszeit verkürzen.

Naturschutz

Da das Klettern traditionell in der freien Natur ausgeübt wird, und Felsen oft empfindliche e beherbergen, kam es mit zunehmender Popularität der Sportart zu Konflikten zwischen den Bedürfnissen der Kletterer und Umweltschutzbelangen.
Vertreter des Naturschutzes verweisen darauf, dass die Felsen oft empfindliche Biotope bilden und Heimat seltener Pflanzen und Tiere (vor allem von Vögeln) seien.
Dem Umweltschutzaspekt sei der Vorrang zu geben und das Erholungsinteresse der Kletterer müsse im Zweifel dahinter zurücktreten. Im Extremfall wird die Meinung vertreten, das Klettern sollte nur an künstlichen Anlagen ausgeübt werden, um die Natur so stark wie möglich zu schonen.

Probleme bereiten Klettersportler insbesondere felsbrütenden Vogelarten wie wurden zwischen 1973 und 2015 mindestens 91 Bruten nach Störungen von Kletterern aufgegeben. Um dieses Problem zu lösen, wurden von der IG Klettern und anderen Verbänden zahlreiche zeitlich begrenzte Sperrungen in der Brutzeit seltener Vögel vereinbart.
Im Jahr 2011 kamen die Regensburger Biologen Christoph Reisch und Frank Vogler in einer Untersuchung zum Ergebnis, dass sich der Klettersport negativ auf die Samenausbreitung seltener Pflanzen wie zum Beispiel des .</ref>
Von Seiten der IG Klettern Basel wurde sie angezweifelt, da sich glatte, vegetationsarme Zonen, die weniger Habitatmöglichkeiten besitzen, per se besser zum Klettern eignen als brüchige, bewachsene Bereiche.

Um die negativen Auswirkungen des Klettersports auf die Natur zu verhindern, wurden von der IG Klettern und weiteren Vereinen für die meisten Gebiete Kletterkonzeptionen erarbeitet, die meist auf Basis freiwilliger Regelungen das Klettern kleinräumig so einschränkt, dass auf Pflanzen- und Tierschutz Rücksicht genommen wird.
Gerade die Ausübung des Sportes in der freien Natur fördere eine Verbundenheit mit der Natur und das Interesse an deren Erhaltung.

Die Lage in der Bundesrepublik ist derzeit uneinheitlich. In vielen Gebieten erarbeiten die Interessenvertretungen der Kletterer, wie die IG Klettern und der Deutsche Alpenverein (DAV), Kompromisslösungen, bei denen der Erhaltung von Klettermöglichkeiten ebenso Rechnung getragen wird wie dem Umweltschutz.

In Österreich und Südtirol wird das Klettern auch von der öffentlichen Hand gefördert.

Im außeralpinen Raum Österreichs haben sich ebenfalls in jüngeren Jahren Klettergebiete entwickelt, die in landschaftlich reizvollen Schutzzonen in Konflikt mit dem Umweltgedanken kommen können (etwa in der Wachau).

Klettern lernen

Diverse Organisationen (beispielsweise Alpenvereine oder regionale IG Klettern) sowie kommerzielle Kletterschulen bieten Kurse für fast sämtliche Varianten des Kletterns an. Mittlerweile gibt es flächendeckend Kletterhallen, in denen das Sportklettern und Bouldern erlernt und trainiert werden kann. Auch an einigen Schulen sind inzwischen Kletterwände installiert, oftmals wird das Klettern dort in den Unterricht integriert.

Organisation

Klettern ist ein Sport, der weitestgehend selbstorganisiert ist und prinzipiell ohne regelgebende Verbände auskommt. So ist der Beitritt zu einem Verein zur Ausübung des Klettersports nicht notwendig. (Neue) sportliche oder ethische Entwicklungen (zum Beispiel das Freiklettern oder das von Fels-Manipulationen) werden in erster Linie von den Kletterern selber propagiert.

Der Dachverband einiger Bergsportvereine ist die '' sind in Deutschland in verschiedenen Gebieten die Interessengemeinschaften Klettern (IG Klettern) stark vertreten, die sich hauptsächlich um die Sanierung und Erschließung von Klettergebieten sowie der naturfreundlichen Gestaltung des Klettersports kümmern. Die einzelnen Interessengemeinschaften sind unter einem Dachverband zusammengeschlossen.

Die Erschließung von Neurouten wird meist von lokal ansässigen Kletterern durchgeführt. Bis zur erfolgreichen Durchsteigung einer Neuroute bezeichnet man diese als Projekt. Es ist üblich ein Projekt als solches zu kennzeichnen. Nach einer erfolgreichen Durchsteigung gibt der Erstbegeher der Route einen Namen und bewertet die Schwierigkeit, um den Wiederholern einen Anhalt über den Charakter der Route zu geben. Der endgültige Schwierigkeitsgrad kristallisiert sich dann meistens nach mehreren Begehungen anderer Kletterer heraus, die den Bewertungsvorschlag des Erstbegehers überprüfen. Neurouten werden heute oftmals in Fachzeitschriften oder auf Internet-Kletterseiten veröffentlicht.

Zur Orientierung am Fels stehen dem Kletterer zur Verfügung, die meist Anfahrtsskizzen, Wegbeschreibung, möglicherweise zu beachtende Kletterbeschränkungen sowie Topos, also Skizzen der Routenverläufe an einem Fels, beinhalten.

Verwandte Themen

'''Sicherungstechnik'''
  • Klettersicherung
  • Anseilen
  • Knotenkunde
  • Sicherungskette
  • Seilkommandos
'''Weiteres'''
  • Bergsport
  • Bergsteigen
  • Seilklettern
  • Therapeutisches Klettern
  • Liste der Kletterbegriffe
  • Liste bekannter Sportkletterer
  • Liste bedeutender Kletterrouten

Literatur

Geschichte
  • Reinhold Messner: ''Vertical ? 150 Jahre Kletterkunst'', BLV, München 2008, ISBN 3-8354-0380-X.
Sicherungstechnik
  • Pit Schubert: ''Sicherheit und Risiko in Fels und Eis.'' Drei Bände, Bergverlag Rother, München 2007?2008, ISBN 3-7633-6016-6 (Band 1), ISBN 3-7633-6018-2 (Band 2), ISBN 3-7633-6031-X (Band 3).
Psychologie
  • Steff Aellig: ''Über den Sinn des Unsinns: 2003).

Weblinks

  • Kletterwiki

Einzelnachweise